Bayerwald Cross II

Abenteuer finden wieder in der Natur statt

Bayerwald Cross II

Die 4 Etappen führen über weitere höchste Gipfel im Bayerischen Wald und im Böhmerwald, wie den Hohen Bogen, den Großen Osser und den Pancír und sind gespickt mit Highlights.

Die Mittelgebirgslandschaften bieten uns auf unzähligen Wald- Wiesen-Forstwegen – und heiß begehrten (Single-) Trails – unerschöpfliche Entfaltungsmöglichkeiten, welche ausgiebigen Fahrspaß versprechen. Viel Wald und wenig Mensch, Flowtrails vom Feinsten, knackige Forstwegauffahrten, die nach jeder Kurve eine andere Perspektive erlauben, paradiesische Aussichtspanoramen, Bergbäche, einsame, uralte Gletscherseen, bizarre Felsgebilde und Wasserfälle – auf die Abwechslung kommt es eben an.

Grundkenntnisse in Fahrtechnik und etwas Bikebeherrschung werden hier bereits vorausgesetzt. Die Anstiege werden jedoch ohne Tempodruck gefahren.
Ideal für konditionsstarke Genießer, die ohne Leistungsdruck fahren wollen oder für ambitionierte Einsteiger, die sich fordern möchten.

4 Etappen
Kondition ●●●○ (?)
Fahrtechnik ●●○○ (?)
Länge ca. 180 km
Höhenmeter 5.800 hm
Übernachtungen 3, Hotel
Gepäcktransport ja

Preis: 445,- €

Verfügbare Termine

26. – 29. Juli 2018

Pro Etappe fährt man ca. 40 km und um die 1200 Höhenmeter. Das ist machbar, jedoch wegen einiger knackiger Anstiege nicht zu unterschätzen. Für den 2. Tag solltest Du die Bereitschaft mitbringen, das Bike auch zu schultern und zu schieben, dann wirst Du viel Spaß haben!

Wir werden Euch all das zeigen, was Ihr in keinem ausgeschilderten Wegenetz oder gar auf eigene Faust finden werdet. Bayerwald-Bike-Erlebnis pur…
Wir übernachten in komfortablen und gemütlichen Gasthöfen und im Hotel und werden mit einem leckeren Menü am Abend mit bayerischen und böhmischen Spezialitäten, dem gewohnt guten Bier und einem großzügigen Frühstücksbuffet rundum versorgt.

Ideal ist diese Tour für Genussbiker mit Anspruch, die bereits Erfahrung im Gelände mitbringen und für alle, die nach unserem Bayerwald Cross I etwas ganz Neues sehen möchten!

1. Tag: Viechtach – Hohenbogen

Eigenanreise mit dem PKW. Treffpunkt ist um 9 Uhr in Viechtach am Parkplatz am Bahnhof. Zunächst ein Stückchen einrollen am malerischen Schwarzen Regen und schon geht es zum Warmwerden auf Waldwegen ca. 300 Höhenmeter hinauf auf den Kronberg. Belohnt werden wir mit einer flowigen Trailabfahrt nach Bad Kötzting.

Unser nächster Anstieg geht auf den Haidstein. Am Wegesrand finden wir die 1000 Jahre alte Wolframslinde, die älteste und stärkste Linde Deutschlands mit einem Stammumfang von 16 m. Noch ein paar knackige Waldtrails und die Mittagseinkehr in der zünftigen Haidsteiner Hütte ist schnell erreicht.

Frisch gestärkt passieren wir noch einige Kreuzwegdarstellungen auf dem Weg zum Gipfel auf 750 Metern Höhe. Dort finden wir die sehr schöne Wallfahrtskapelle und das Gipfelkreuz auf dem Burgfried der mittelalterlichen Burg, die einst hier stand. Von hier oben haben wir einen herrlichen Blick in den Oberen Wald. Jetzt können wir auch den nächsten herrlichen Downhill surfen.

Ab Rimbach haben wir nun unseren längsten Anstieg des Tages zum Gipfel des Hohen Bogen (1.073 m) zu bewältigen, gewürzt mit feinen kleinen Trailpassagen.
Der Hohe Bogen ist ein etwa 8 km langer Höhenzug. Der Bergkamm zieht sich vom Nordwesten bis in den Südosten der Region Bayrischer Wald hin. Vom Fuß bis zu den 10 Gipfeln ist der Berg durchgehend bewaldet. Eine besondere Bedeutung hat er als Wetterprophet: wenn sich Nebel über seinem Gipfel bilden, setzt Regen ein. Hoffen wir mal, dass wir das nicht erleben werden.
Der Bergname „Hoher Bogen“ stammt nicht – wie oft angenommen wird – von der morphologisch-landschaftlichen Form eines „hohen Bogens“, sondern von den Grafen von Bogen, die um 1190 eine Burg auf dem Burgstall errichtet haben.
Wenn wir das letzte steile Stück zum Gipfel geschafft haben und in Ruhe die Aussicht genossen haben, geht es zunächst über die Skipiste, dann über einen Waldweg zum Haus Schönblick, traumhaft gelegen mit grandiosem Ausblick, in fast 1000 Meter Höhe und mit bekannt gutem Essen mit bayerischen und böhmischen Schmankerln

Ca. 47 km, 1650 hm

2. Tag: Hohenbogen – Hamry

Hinter dem Haus schiebt man einige Meter steil bergauf, dann beginnt unser Tag gleich mit einem relativ anspruchsvollen Downhill, dann aber führt die Route, ideal zum Einfahren, in leicht welligem Gelände auf Trails in leichtem auf und ab im Wechsel zwischen Wald und offenem Gelände mit immer wieder herrlichen Ausblicken ungefähr 12 km bis Lambach.

Von hier aus geht es auf einer immer steiler werdenden Forststraße mehr als 550 hm am Stück hoch bis zum Bergwachthaus. Ab hier ist dann für die letzten ca. 50 hm bis zum Gipfel des Grosen Ossers auf 1293 Meter definitiv Tragen angesagt, mit der richtigen Technik kein Problem 😉 . Die Anstrengung lohnt sich, denn man wird mit einem Hammer-Panorama belohnt und erlebt am Gipfelkreuz eine unvergleichliche Aussicht auf die Region Bayerischer Wald und in den Böhmerwald. In der Schutzhütte, die direkt an der Grenze zu Tschechien liegt, kann man sich dann eine gute Brotzeit gönnen, die man sich redlich verdient hat, zumal man auch alle nennenswerten Höhenmeter des Tages hinter sich gebracht hat.
Die Gipfel des Großen Osser, der zum Künischen Gebirge gehört, gilt wegen seiner spitzen Form als einzigartig im Bayerischen Wald, prägt die Kulisse des Lamer Winkels und wird von den Einheimischen gern auch das „Matterhorn des Bayerwaldes“ genannt.

Nach unserer erholsamen Einkehr muss auf der tschechischen Seite zuerst auch bergab getragen bzw. geschoben werden. Ab wann man wieder auf dem sehr steinigen Weg auf sein Bike steigt, muss jeder selbst für sich entscheiden, versierte Downhiller fahren wohl alles durch. Dann wird die Strecke zum Forstweg, weiter geht es auf alten Militär Grenzwegen, die teils geschottert, teils geteert sind.

Nun beginnt unser kleiner Abstecher zum höchsten Wasserfall im Böhmerwald (940 m) den Klammerlochfall (Bílá strž), der eine Höhe bis zu 7 Metern erreicht und zu einem staatlichen Naturschutzreservat gehört.
Weiter geht’s zum wunderschön gelegenen Schwarzensee (?erné jezero), zum größten Gletschersee Tschechiens (1008 m). Wie sein Name schon sagt, erscheint uns seine Farbe aufgrund der Tiefe und der Spiegelung der umliegenden Wälder tatsächlich tiefschwarz.

Noch einige Kilometer und dann führt uns ein klasse Downhill mit Fahrspaß pur zum Abschluss direkt bis in unser Hotel mit gastlichen Wirtsleuten, tschechischen Spezialitäten und erfrischendem Bier.

Ca. 42 km, 1400 hm

3. Tag: Hamry – Brandten

An diesem Morgen haben wir ein herrliches Stück zum Warmfahren, vorbei an der Trinkwassertalsperre Nýrsko bis es auf zunächst leicht ansteigendem und dann zunehmend steiler und knackiger werdendem Schotterweg ca. 700 hm bergauf auf den Mustek mit 1234 m Höhe, dem höchsten Gipfel dieses Bergzuges geht. Das Gröbste wäre nun erst einmal geschafft.  Eine beeindruckende Aussicht erwartet uns.

Von hier aus kann man nochmals kräftig in die Pedale treten, bis es dann wieder ansteigt und wir auf den 1214 m hoch gelegenen Pancír (deutsch Panzer) biken, alles fahrbar, auf teils geteertem Untergrund. Auf dem Gipfel befindet sich eine Baude mit einem 23 m hohen Aussichtsturm, von dem man eine grandiose Rundsicht genießt, bei Fernsicht sogar bis zu den Alpen.
Nach gemütlicher Einkehr am Gipfel führt uns ein flowiger Downhill hinunter nach Železná Ruda (Markt Eisenstein) über den Grenzübergang Ferdinandovo (Ferdinandsthal) wieder zurück auf deutschen Boden.

Einen kurzen Stopp zur Kaffeepause sollten wir auf alle Fälle noch im Schwellhäusl einlegen, einer urigen Einkehr mitten im Nationalpark, bevor wir noch unsere restlichen Höhenmeter auf den Hennenkobel (965 m), dem Zwieseler Hausberg angreifen. Der Berg besteht im Endeffekt aus gewaltigen Granitfelsen. Bis zu 30 Meter hoch sind die Urgesteinsbrocken, mächtig und beeindruckend. In dieser Region kann man noch ganz genau die Spuren des Wald-Gebirges mit seinem urtümlich, wilden Charakter bestaunen.
Nun führt uns ein perfekter Trail als Downhill bis zu unserem Ziel in Brandten zu einem gutbürgerlichen Gasthaus.

Ca. 48 km, 1500 hm

4. Tag: Brandten – Viechtach

Am letzten Tag erwartet uns perfekter Bayerwald-Bikespaß mit Trails vom Feinsten und tollen Rundumsichten.
Wir fahren über mehrere „Hügel“. Die Auffahrten sind meist auf Forstwegen oder gut fahrbaren Waldwegen, die Abfahrten auf Hammer-Trails. Wir können flexibel reagieren.

Auf dem Programm stehen der Hennenkobel, der Silberberg, eventuell der Harlachberg und, falls noch Körner vorhanden sind, auch noch der Sternknöckel. Alle Gipfel sind knapp unter tausend Meter Höhe, doch die Höhenmeter summieren sich und das auf und ab kostet Kraft. Hier könnt Ihr echtes Trailsurfen im Bayerwald erleben – ein superschöner Abschluss mit Zieleinlauf in Viechtach.

Ca. 48 km, 1200 hm

Anfahrt zum Treffpunkt

ADVENTURE CAMP SCHNITZMÜHLE

Schnitzmühle 1
94234 Viechtach / Bayerischer Wald
Tel: 09942/9481-0
http://www.schnitzmuehle.de

Treffpunkt

Parkplatz P 1 (beim Skaterplatz) am Bahnhof in Viechtach
94234 Viechtach / Bayerischer Wald

Wir wünschen eine schöne Anfahrt und freuen uns auf Dich!